Der Beitrag Nix schinken! erschien zuerst auf Meine Samtgemeinde.
]]>Fiete: Wenn du mi frogst, wat to Wiehnachten dorto hüürt? denn seggt ick: ‘n Dannenboom, Stille Nacht, heilige Nacht un een Snack von mien Frau: „Nächstet Johr schinkt wi uns öber nix!“
Un dat löpt bi uns an de Adventssünndog nohmittags bi ´n Kaffee ümmer glieck av. Wi sitt an’n 1. Advent in de Stuv bie’n Kaffee, brune Koken un een Kerz brennt. An’n 2. Advent genau so, drinkt Kaffee, ett brune Koken un twee Kerzen brennt. An’n 3. Advent, Kaffee, brune Koken, dree Kerzen. Denn een’n Dag för Hilligobend is mien Frau so as jedeen Joahr tämlich vergnöögt. Wat doar bi rutt surt, dat ward jie nu gewohr, mien Frau ward mi wohl gliecks to’n Kaffee raupen – zü so – wat heb ick seggt, se kummt all:
„Fiete komm to’n Kaffee!“
(Een Kerz brennt, Kaffee und brunen Koken steiht opp´n Disch.)
Frau: Fiete, nu snack nich so lang. De Kaffeee is klor, de ward sonst koolt.
Fiete: Jo, jo ick komm.
(Se drink Kaffee un ett ´n brunen Koken.)
Frau: Also – eh, – Fiete, wat ick man noch seggen wull, düt Johr schenkt wi uns nix!
Fiete: Good. (brummt Fiete)
Frau: Wi hebbt doch allns.
Fiete: So is dat!
Frau: Wat schüllt wi uns quälen.
Fiete: Du seggst dat.
(So drinkt se Kaffee, ett brunen Koken, puust de Kerz ut un sünd sick eenig.)
(Een Week loter, twee Kerzen brennt.)
Frau: Dat blifft dorbi, du schenkst mi nix.
Fiete: Rein nix.
Frau: Denn schink ick di auck nix.
Fiete: So as wi dat affmookt hebt.
(Se drinkt Kaffee, ett brune Koken un puust twee Kerzen ut.)
(Wedder een Week loter, dree Kerzen brennt.)
Frau: Ick will dor nich sitten, heff nix, un du schinkst mi wat.
Fiete: Nich een’n Augenblick dink ick dor an, du kriggst nix!
Frau: Also nix? Liekers wi Wiehnachten hebbt?
Fiete: Jüst dorüm.
Frau: Na schöön.
(Se drinkt Kaffee, ett brune Koken un pust dree Kerzen ut.)
(Denn – een’n Dag för Hilligobend is de Frau ganz vergnögt.)
Fiete: Du büst jo bannig vergnögt?
Frau: Och – Blots so, weil nu bald Wiehnachten is.
Fiete: Du weeßt wat wi affmookt hebbt. Schinkt warrt nix!
Frau: Weet ik.
Fiete: Ik do dat nich, un du deist dat ok nich.
Frau: So is dat! Wi beide schinkt uns nix. – Fiete, – wat öber
de Wiehnachtsmann mokt, dat weet ik nich.
Fiete: Dat is öber auck ümmer dat sülbige, mit den`n
vodreihten Kerl (schimpt Fiete).
(Hilligobend givt dat den doch för jeden een Geschink un
ünnern Dannboom kummt de Snaack von sien Frau.)
Frau: Nu hett de Wiehnachtsmann jo doch een Geschink
för jeden von uns bröcht. Is jo doch ganz schöön.
Fiete: Jo, – ist dat.
Frau: Du, – öber neegstet Johr wüllt wi uns ganz gewiß nix schinken!
Fiete: (grient) Nee, – wi nich! – öber wat de Wiehnachtsmann mokt, dat weest du nich!
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]]>Der Beitrag Es war einmal erschien zuerst auf Meine Samtgemeinde.
]]>Alles verändert sich, das trifft auch auf die Struktur von Nottensdorf zu.
In einem Dorfreim wurden zum Ende des 19. Jahrhunderts die Bauernhöfe aufgezählt, in dem die besonderen Eigenheiten der Besitzer erwähnt wurden. Diesen Reim habe ich der Dorfchronik „Zu Hause in Nottensdorf“ entnommen.
Zum Zeitpunkt des Entstehens des Gedichtes gab es außer den Großbauern noch ein paar Hofstellen von Kleinbauern. Das Gut von Düring und die kleinen Bauern und Handwerker wurden in dem Gedicht nicht erwähnt.
Das Gedicht beginnt mit der Hofstelle von Johann-Joachim Dammann, genannt Krögers-Buer, auf der sich jetzt das Seniorenheim „Am Walde“ befindet und geht im Uhrzeigersinn entlang der „Alten Dorfstraße“ um den alten Dorfkern herum und endet bei der Schlachterei Bartsch, auch Bäcker Bartsch genannt.
Jan Jochen hett den’n Kroog,
Claus Hulst hett nich noog,
Peider Mattens hett veel Gild,
Hein Lühmann kickt in de Wilt,
Jürns Buur sit dor good,
Claus Bellmann an den Soot,
Claus Dammann an de Stroot,
Hein Bremer speelt Avkoot,
Caspar Dammann in de Eck,
Jan Burfeindt fritt den’n Speck,
Jan Stien schlacht de Schwien,
Franz Bösch drinkt den’n Wien.
Jan Jochen hett den’n Bullen,
Dierk Meink kriggt `n Dullen.
Dieses Gedicht spiegelt ganz besonders auch die Veränderung vom reinen Bauerndorf zum Wohnort wider. In Nottensdorf wird überwiegend nur noch gewohnt und gelebt.
Damals war Nottensdorf ein Dorf, in dem es auch notwendiger Weise Handwerksbetriebe gab, um Geräte die für die Arbeiten auf dem Hof oder Feld gebraucht wurden und solche, die für den persönlichen Bedarf Kleidung, Haushaltsgeräte und Möbel anfertigten und reparierten. Nicht vergessen möchte ich die Kaufmannsläden, die für die Versorgung mit Lebensmitteln da waren. Über die Handwerker und Kaufleute möchte ich in der nächsten Ausgabe von „Meine Samtgemeinde“ berichten.
Bei einem Rundgang durch unser Dorf, kann man sehr schnell erkennen, wie sich unser Dorf verändert hat. Beim genauen Hinsehen sind aber noch einige interessante Aspekte aus der damaligen Zeit sichtbar. Wenn ich Sie jetzt neugierig gemacht habe, in der Dorfchronik „Zu Hause in Nottensdorf“ von Pastor Fuhst, kann man auf Seite 71 nachlesen, welche Höfe gemeint waren und welche Bedeutung einzelne Ausdrücke haben.
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass bei mir Exemplare der Chronik erhältlich sind.
Helmut Dammann, Fischerhof 12
Der Beitrag Es war einmal erschien zuerst auf Meine Samtgemeinde.
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]]>Märchen fangt jo meistens mit den Snack, „Es war einmal“ an, öber dat wat ik hier opschreven wüür so.
Ungeweehr 250 Jahr hätt de Krog bestohn. Toirst op’n Brink an de Krüzung von de‘n Weg von Neekloster noh Bliersdörp un von Hornborg noh Heendörp. Michael Dammann hett dat Huus 1787 baut. He wüür Timmermann, Scholmester un Kröger. In’n Karkenbook von Opens hett de Postuur rinnschreven: De Timmermann, Krogwirt un Scholmester mild de Geburt von en’n Dochter. De schull Hedewig heeten. De Mudder wüür Magdalena. Dat wüür 1791. Dornoh hebbt de Beiden noch 6 Kinner hat.

1852 is denn de Landstroot – de hüddige L 130 – neid anleggt woor un de Weg vörn Huus is an de Hofstät foll’n. Dormit de Krog weer an de Stroot leeg, hett de Söhn Jan Damman an de Landstrot en nei’et Huus baut. De‘n Krog hebbt se denn „Zur Linde“ nennt. Bit 1907 wür dat noch en richdiget Strohdackhuus. Dormols is de Wohndeil avreeten woorn un de Wirtsmann hett langs de Strot no Hornborg en massivet Huus baut.
Irgendwann ist dor denn „Unter den Linden“ von woorn. Öber dat hätt keener utten Dörp seggt, dat güngt ümmer bloots no „Jan-Mokeel“, so wie de Wirtlüüd heeten hebbt. Von’n veertellen weet ik, dat op de Deel auck ornlich fiert worden is. Jeedet tweete Johr Faßlom und Ernteball. Dat anner Johr wüür denn im „Gasthof Bellmann“ fiert. Claus Bellmann har von sien’n Schwoger, de den’n Krog opgeven har, den’n von emm öbernohm’n. 1910 hett Ernst Theodor Bellmann en’n Danzsool baut, wo denn Hochtieden un annere Veranstaltungen fiert worden sünd und de Dörpskinner hebbt dor bi „Peider-Eins-Zwei-Drei“ – Peter Hinck – Danzen liert. 1945 wüür för denn för den‘n Krog „Unter den Linden“ irstmol Schluss. De Tommys har’n dat Huus anstecken. In’n Harst 1948 is denn de Gastwirtschaft weer open mokt woorn un dor is weer denn Leben in den’n Dörpskrog inkiehrt.
Eegendlich wüür bloots Beerdrinken anseggt, av un an auck mol en’n Köm. Öber auck Skotspeel’n, Priesskot, Faslom mit Eiereten un eenmol in’n Johr wüür Eten, wenn dat Gild utbetohlt woor’n is, wat de Lüd dat johröber in’n Sporkassen sport un hebbt.
Bitt 2008 wüür denn in de Köminsel – intwüschen heet dat bloots noch „Ferkelbörse“ – Beer un Köm verköft. Denn lohn sik dat eenfach nich mihr, de Lüüd har’n sülbens Beer und Schnaps in’n Huus un de Stüürberoder hett den Vörschlag mookt, de Gastwirtschaft dicht tomoken. Dat hebbt se denn auck mokt un nu betreut de Samtgemein dor Kinner in de ole Gaststuuv.
Un dat wüürt! En Institution weeniger in’n Dörp Opschreven von Helmut Dammann und für die, die kein plattdeutsch lesen können, die können in der Dorfchronik „Zu Hause in Nottensdorf“ verfasst von Christian Fuhst, ab Seite 283, Anbauer AN 2, den Werdegang des Dorfkruges nachlesen. In der Chronik stehen aber auch andere Geschichten über das Dorf leben drin. Es gibt noch einige Exemplare die Sie bei mir erwerben können.
Helmut Dammann, Fischerhof 12, Telefon 5858
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]]>Der Beitrag Witte Bohnen erschien zuerst auf Meine Samtgemeinde.
]]>Dormols op’n Hochtiedsobend, neuhm Hein Kohrs sein Froo bisiet
Un sä: „Huur mol to, mien Seuten, wi twee hebbt Heirot‘ hüüt.
Nu wüllt wi tosomen hol’n, as man seggt in Freid un Leed un uns gegensietig treu“ sien. Jedenfalls so good dat geiht. Man – wi sünd jo all keen Engels un dat Leven is noch lang. Schull dat denn mol nich so klappen, meen ik, blots keen Striet un Zank.
Ik hebb mi wat Feinet utdacht, dat schall uns Geheemnis sien.
Kiek mol hier, twee schöne Dosen, een is dien un een is mien.. Schull nu in de togern Johren een von uns mol’n „Fehltritt“ don, leggt he dorför still un liesen in sien Dos‘ een witte Bohn.
Jer un denn – op uns Sülberhochtied – wüllt wi denn so ehrlich sien un wüllt uns denn de Dosen wiesen.
Na, wat meenst dorto, Katrin“?
Katrin sä blots: Jo, mien Heiner.“ Weil se veel to gücklich wüür.
Un dat ganze is intwüschen fiefuntwindig Johr al her.
Güstern harr’n se Sülberhochtied fiert, beid‘ ganz rüstig noch un frisch un as de Besöök denn gohn wüür kööm de Dosen op’n Disch.
„Büst jo’n beusen Casanova!“, sä Katirn so ganz vergnöögt.
In uns Hein sien Dos, dor lägen söben Bohn’n, meist vordrögt.
Man as Heiner nu ganz sacht von ehr Dos‘ denn Deckel bör, rööp he: „Wat is dat – fief Stück blots – kummt mi rieklich weenig vör!“
„Lot man good sien“, sä Katrin dor, hett em sacht de Wangen strokelt, „ik hebb doch in de slechten Tieden ook’n poormol Bohnsupp dorvon kokt“.
Das Gedicht von Bruno Strandt habe ich aus dem Vortrags- und Lesebuch, „Feste fiern“, entnommen, das von Gerd Spiekermann herausgegeben wurde. Das Buch ist im Quickborn-Verlag erschienen.
Helmut Dammann, Nottensdorf
Der Beitrag Witte Bohnen erschien zuerst auf Meine Samtgemeinde.
]]>Der Beitrag Des Sängers Fluch erschien zuerst auf Meine Samtgemeinde.
]]>n der Ballade „Des Sängers Fluch“ von Ludwig Uhland, geht es um zwei Sänger, die versuchen, das Herz eines grausamen Königs zu rühren, der dabei einen von ihnen erschlägt. Daraufhin belegt der Überlebende den König mit einem Fluch.
Er trifft das stolze Schloss, in dem Musik und Gesang verstummen sollen, dann die duftenden Gärten, sie sollen verdorren, zuletzt den König selber, der trotz allen Strebens „nach Ruhm“ vergessen werden soll.
Hein Köllisch, (Heinrich Köllisch) war ein Junge von St. Pauli. Hein lernte Schlosser. 1894 machte er dann sein sogenanntes Pläseerlokal auf dem Spielbudenplatz, das „Köllisch‘s Universum“, auf. Hier gab er seine von ihm verfassten Sketche und Parodien zum Besten. So auch die plattdeutsche Parodie des „Sängers Fluch“.
Die Handlung seiner plattdeutschen Version hat er in eine gut besuchte Hamburger Gastwirtschaft verlegt.
Dor stünn in ole Tieden,
nu sünd se lang vogohn,
een wunnerscheune Weertschaft –
dat wüür en Destlaatschoon.
De Weert, dat wüür so’n Dicken,
so rund as wie so’n Fatt,
sien Froo so dünn un slatterich –
dat wüür de reine Latt.
Op een scheunen Sünnobend-Obend
Koomt no de Weertschaft rin,
twee sogenannte Künstlers,
de leben von Klim-Bim.
De een, dat wüür so’n Jungen,
von Wuchs recht slank un eben –
de anner bedüden öller,
dat wüür so’n lütte Scheeben.
De Junge wüür een Sänger,
he kunn ok prachtvull fleiten –
de anner speel Gitarre,
he müss nämlich begleiten.
He stimm ook glieks de Saiten,
de Klang wüür ganz famos –
irst drünken se een’n Kognak
un denn leggen de beiden los!
De Jüngling süng recht schmelzend;
„Ach, wie ist´ s möglich dann!
Du hast die schönsten Augen!“
Un kickt de Weertsfrau an.
Denn keum de Schunkelwalzer –
so prachtvull, wie noch nie!
To’n Schluss – „Die schöne Berta“
mit’n Sack vull Tütülüt!
De Gäst de schreen all „Bravo!“
Frau Wirtin ganz entzückt,
de schunkelt in Gedanken,
wobie se zärtlich nickt.
„Ji Pannkokn-Muskanten!
Verführt ji mi mien Olsch!?“
De Weert, de röppt dat wütend,
de Kerl wüür rein kothaulsch.
„Ji Lumpen, Vagabunden!
Ji Bande wöllt ji rut!“
De Weert ward ümmer füünscher –
wat bebert em de Buuk!
He kriggt jüm foorts bi’n Wickel
Un ehr se sick besunn’n –
hebbt sick op de Stroot de beiden
in’n Rönnsteen wedderfunn’n!
Denn een’n, denn jungen Jüngling,
denn meuk dat wieder nix –
denn annern, denn lütten Scheeben,
platzt achtern op de Büx.
Sien Gitarr nimmt he nu wütend –
un dink blots: – Wie gemeen!
Dicht bi emm, an so’n Lüchpohl,
haut he se kott un kleen.
Nu stellt sick för de Weertschaft
de Lüttje mit denn Knuust
un schimpt: „Kumm rut du Buttje!“
Un droht em mit de Fuust.
„Weh dir, du dicker Flegel,
Köömkoker! Fleegenweert!
Uns Künstlers ruttosmieten,
hest nich ümsunst probeert!
Du Streumer, jo du löppst ok
noch mol op Schrubbers rüm –
elendig schallst krepieren
du an’n Delirium!
Dien Weertschaft, de Spelunk hier,
schall jämmerlich vergohn –
dien eigen Gäst schüllt hau‘n di
de Knoken krumm un lohm!“
De Lüttje hett dat ropen,
un so is’t ok possiert –
de Gäst, de hebbt de Weertschaft
ganz grässlich demoliert!
De dicke Weert, de wimmert,
halvdoot rüm in de Puuch –
so hebbt se em votimmert.
Dat wüür det Sängers Fluch!
Helmut Dammann
Der Beitrag Des Sängers Fluch erschien zuerst auf Meine Samtgemeinde.
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